Freitag, 6. Juli 2018

Belomorsk - Solovetski

russische Yacht

Eisenbahnbrücke geöffnet auf 21 m

auf dem Weg zum Hafenmeister

Belomorsk - verlassener versandeter Hafen

Solovetski

6.7.18

Zuletzt treffen wir auf eine russische Yacht aus Moskau, mit der wir die
letzten Schleusen und die Eisenbahnbrücke durchfahren. In Belomorsk
ankern wir auf einer Reede, am Pier liegen ein Holzfrachter, ein
Ausflugsboot ( oder Fähre?) und unser russischer Kollege, mehr Platz ist
nicht. Belomorsk wirkt trostlos, die Stadt ist 3 km von unserer letzten
Schleuse entfernt und noch entwicklungsfähig. Zum Verlassen des Kanals
und zur weiteren Reise nach Archangelsk benötigen wir das Plazet des
Hafenmeisters. Der hat sein Bürohäuschen an dem Beton-Pier. Unser
russischer Kollege lehnt Längsseits- Gehen ab. Er hat Angst um sein
Holzschiff. So legen wir an dem Holzfrachter an, hilfreich unterstützt
von der Crew mit Leinen-Annehmen und Strickleiter. Das Ausklarieren aus
dem Kanal ist einfach, aber der Hafenmeister füllt ein Formular aus und
scannt alle Pässe und sonstigen Paipere, die wir inzwischen angesammelt
haben - wir werden offenbar gut überwacht.

Um 14 Uhr sind wir fertig zur letzten Schleuse vor Hooksiel und laufen
aus durch sehr flaches Wasser, aber gut betonnt Richtung Solovetski.
Nach der Wetterprognose soll der Wind aus Nordost kommen, so daß wir
Solevetski anlegen könnten, nach 2 Stunden Segeln dreht er aber weiter
nach Norden, bis er direkt auf die Nase bläst mit 28 Knoten. Wir sind
mal wieder froh über 75 Turbo-Pferdchen, die lautstark aber problemlos
Wind, Wellen und gegenlaufenden Tidenstrom von 1,5 Knoten meistern. Kurz
vor Mitternacht, fast noch taghell, machen wir die Leinen fest in
Solovetski.

Ob wir wohl jemals auf diesem Törn den Wind achterlicher haben werden?

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