Donnerstag, 14. Juni 2018

Voznezenje - Warten auf Südwind

Leonid
Seine Freizeitanlage
Ann-Chris backt die besten Pfannkuchen der Welt


Auf unserer Reise den Swir hinauf Richtung Osten wird die Welt immer
russischer, wie ich mir das so vogestellt hatte. Einsame Natur, hin und
wieder eine Holzverladestelle, hin und wieder gigantische
Industriebrachen, Dörfer mit alten Holzhäusern aus Baumstämmen
gezimmert, eine Fähre, auf der Schwalben nisten, Babuschka tieftraurig
mit ihrer nierenkranken Katze auf dem Weg zum Tierarzt, ein junges
Pärchen mit einem alten Peugeot 504, die unsere Einkäufe zur Fähre
fahren, ein Lenin-Denkmal, und wir zu Gast bei Leonid, der seit 10
Jahren seinen Traum einer Ferienhaus- und Steganlage für Yachten und
Hobbyfischer verwirklicht. Er wohnt in einem Haus mit Glasfront, umgeben
von Ferienhäuschen und wunderbaren Holzfiguren.
Hin und wieder passiert uns ein riesiges Kreuzfahrtschiff auf der Reise
von Petersburg nach Moskau und zurück, sonst wenige Holzfrachter, hin
und wieder ein Angler.
Norbert fängt einen Barsch, Ann-Chris backt Apfelpfannkuchen. Die Sonne
scheint tags, nachts wird es bitterkalt. Heute Abend werde ich erstmals
den Ofen anschmeißen.
Morgen wartet der Onegasee mit Südwind.

Dienstag, 12. Juni 2018

Ann Christine steuert und schreibt

Holz
Steuerfrau
Norbert als Schleusenmaurer
Holzhaus





Eindrücke aus Nikolskij und Plotichnoe

Von Mandrogi aus sind wir nach Nikolskij und dann weiter nach Plotichnoe gefahren. Endlos weite Wälder säumen den Swir, die Sonne glitzert auf dem Wasser und die Seeschwalben kreuzen unseren Weg. Kanada- Fans würden sicherlich auch in Russland auf ihre Kosten kommen! Die Natur hier ist wirklich wunderschön. Wir passieren 2 Brücken und zwei Schleusen. In der zweiten Schleuse macht Norbert ein bisschen 'Soft-Refurbishment'. Er rupft ein paar lose Steine aus der Schleusenmauer, damit unsere Leon beim Schleusen keine Kratzer bekommt. Die Schleusen sind halt eher für große Berufsschiffe, als für kleine Segelyachten ausgelegt und tatsächlich war die Yacht von Chris, die einzige andere Yacht, die uns auf unserer Russlandreise bisher begegnet ist. Zwei rüstige, 70jährige Rentner aus Finnland machen eine ähnliche Tour wie wir, allerdings mit dem Paddelboot (sie sind uns um Längen voraus - aber daran ist natürlich der Wind Schuld, auf den wir nicht immer zählen können). Ansonsten sehen wir ca. drei Berufsschiffe pro Tag und genießen die endlose Weite, die wir quasi für uns haben. Touristen gibt es hier nicht und wenn der Motor aus ist und die Segel gesetzt sind, genießen wir einfach die friedliche Stille Russlands (was es nicht alles gibt).

Am Flussufer befindende sich vereinzelt ein paar Holzfabriken und ein paar Siedlungen. Nikolskij und Plotichnoe sind zwei von ihnen, wo wir jeweils eine Nacht verbringen.

Während St. Petersburg mit seiner Leichtigkeit, Schönheit und Eleganz so ziemlich alles zu bieten hat, was in den aktuellen Nachrichten zum Thema Russland nicht vorkommt, ist das Leben auf dem Land in Russland ein völlig anderes (wobei auch hier Erwartungen auf den Kopf gestellt werden). Bei den Häusern in den Siedlungen handelt es sich um einfache Holzhütten. Stromversorgung gibt es (seit neuester Zeit sogar mit Isolierung - Putin bringt das Land voran). Wasserversorgung in den Häusern ist aber nicht unbedingt Standard. Auf den Straßen begegnen uns Menschen mit Eimern und Kanistern, die unterwegs sind, um Wasser an den örtlichen Brunnen zu holen. Straßen sind häufig nicht gepflastert. Dafür gibt es aber auch wenig Verkehr. Wir laufen teils zu fünft nebeneinander auf der Hauptstraße oder sehen Kinder, die unbeaufsichtigt auf den Straßen spielen. Hunde und Katzen laufen umher. In den Gärten wird Gemüse angepflanzt. Irgendwie scheint die Welt hier in Ordnung zu sein.

In Nikolskij legen wir an einer ehemaligen Werft an. Hier stehen auch ein altes Raketensilo und ein Überwachungsturm. Überbleibsel aus früheren Zeiten, ebenso wie die Lenindenkmäler, die verstohlen über die Schleusenmauer blicken und uns grüßen, sobald in der Schleuse der höhere Wasserstand erreicht wird. Gelegentlich kommen Anrufe von Vladimir, der sich nach unseren Plänen und unserem Wohlergehen erkundigt. Russland scheint sich in den letzten 20 Jahren vom Überwachungsstaat zum 'Nanny State' entwickelt zu haben, wie die Australier sagen würden. Für uns bedeutet das, dass wir über jeden Handlungsvorgang beim Schleusen über Funk informiert werden (Das Tor schließt sich jetzt. Nun wird Wasser eingelassen. Auch an das Tragen von Schwimmwesten wird in den Schleusen angemahnt). Ich fühle mich ein wenig an das von London vertraute 'Mind the gap' oder das in Sheffield neu eingeführte 'It is no longer safe to cross the street' erinnert, das beim Umschalten der Ampel von grün auf rot ertönt. Die gezogene Parallele zum englischsprachigen Westen ist an dieser Stelle durchaus gewollt.

Anders als im Westen, und vor allem anders als in Deutschland, entpuppen sich die Russen immer wieder als Quasselstrippen. Betrachtet man jedoch die Tatsache, dass jeder Überholvorgang hier ewig weit im Voraus angekündigt und ausgiebig diskutiert wird, ist dies aber vielleicht wenig verwunderlich. Hier ist wie gesagt wenig los, die Leute scheinen per 'du' zu sein.

Und wie sind die Russen sonst so? Mit dem Grüßen tun sie sich zugegebenermaßen ein bisschen schwer. Ein ernstes Gesicht strahlt in diesem Land wohl Seriosität und Verbindlichkeit aus. Lächeln ist weniger populär. Angeblich verkürzen die Russen selbst in der digitalen Welt das international bekannte Smiley Zeichen :-) auf ) . Nur nicht zu viel des Guten!

Nichtsdestotrotz verbirgt sich hinter der schroffen Fassade der Russen oft überraschende Freundlichkeit. In Plotichnoe liegen wir vor Anker. Der Hafenmeister erlaubt uns trotzdem nach Belieben die Dusche am Steg zu nutzen. 'Fühlt euch einfach wie zu Hause'. Im selben Ort treffen wir auf eine Familie, die uns nach kurzem Plausch ihren Spaten leiht, mit dem sich unser russischsprachiger Mitsegler Viktor dann daran macht, nach Würmern zu graben. Norbert möchte angeln. Da dies - zumindest vorläufig - nicht von Erfolg gekrönt ist, gibt es am Abend Würstchen zum Kartoffelsalat.

Um Mitternacht stoßen wir mit einem Glas Vodka an. Die Mitternachtssonne steht am Himmel (dunkel wird es hier oben im Norden nicht mehr), über YouTube hören wir die Nationalhymne. Heute ist Russlandtag - der Nationalfeiertag überhaupt.

In diesem Sinne: Russische Grüße von der Leon de Mar von der Steuerfrau.

P.S. Das Kochen überlasse ich lieber anderen. Ist unterhaltsamer. )

Montag, 11. Juni 2018

Norbert kocht und schreibt


Kochen unter Berücksichtigung von einem Minimaleinsatz der Ressourcen, ein Thema das immer wieder zu Debatten an Bord von Fahrtensegler  führt, also auch bei uns an Bord. Hier insbesondere der Verbrauch von Trinkwasser sowie der Gaseinsatz bei der Zubereitung einer qualitativen hochwertigen Mahlzeit.

Wie auf vielen Segelschiffen steht ein 2-Flammengasherd mit Backofen zur Verfügung, in unseren Fall ein Herd der Marke ENO mit einer Leistung von 6KW
und einem Gasverbrauch von 439 g/h. Ich habe die große Flamme mit 2KW und die kleine Flamme mit 1KW eingeschätzt, also verbleiben 3KW für den Backofen.

Auch muß man wissen daß die 2 vorhandenen Spülbecken mit Trinkwasser oder Seewasser beschickt werden können. Das ist besonders wichtig im Hinblick für den
Verbrauch von Trinkwasser.

Wie üblich muß jedes Crew-Mitglied kochen, der Eine besser der Andere ist noch nicht so perfekt, von unseren 5 Crew - Mitgliedern gehöre ich zur letzteren Gruppe.
Aber jeder kann ahnen daß auch meine Zeit kommen wird und so war es dann
auch. In dem Planungsgespräch für den kommenden Tag wurden alle Aktivitäten sowie Wünsche besprochen, ich wollte gar nicht teilnehmen, da ich es mir ausrechnen konnte, morgen mußt du kochen. Ich hatte keine Wahl, ich mußte kochen. Auch hatte ich zu berücksichtigen daß die Essensreste vom Vortag mit verarbeitet werden. Übrig war ein wenig Fleisch von der Lammkeule und reichlich Sauce. Jürgen, unser Skipper, gab noch den dezenten Hinweis daß unsere 1Kilo Austernpilze verarbeitet werden müssen oder wollen wir die Fische damit füttern?
Da war auch mir klar, Pilze sind schon mal dabei. Weitere komplizierte Vorschläge wie zum Beispiel Austernpilze in Aspik wollte ich nicht  entgegennehmen und habe schnell Blumenkohl und Pellkartoffeln vorgeschlagen da es keine weiteren Einwände  gab war das Menu festgelegt. Mit denPellkartoffeln hatte ich mir selber eine Falle gebaut, jedoch habe ich die Kurve gefunden als die Frage kam, werden die Kartoffeln gewaschen? Meine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen, ja aber nur mit Salzwasser. Alle waren zufrieden Trinkwasser bleibt uns weiterhin erhalten und der Skipper schmunzelt zufrieden, das Fettnäpfchen hatte ich gut umschifft. Am nächsten Tag war es so weit, ich bekam eine detaillierte Einweisung in alle Küchenutensilien und eine längere Einweisung für die Energie - Einsparmaschine 
( DER SCHNELLKOCHTOPF). 
Technische Daten: 
Volumen 5 L
Druck.    0.8 bar Pü
Temp.     117°C
Ich hatte noch nie so ein Teil in der Hand, konnte aber verstehen daß man mit 117° C mehr bewegen kann als mit einem Normaltopf 100° C.
Also habe ich meinen Arbeitsablauf erst einmal geplant, gut geplant ist halbe Arbeit.
1.   Kartoffeln gewaschen
2.   Austernpilze abgeschnitten und gereinigt
3.   Blumenkohl, die einzelnen Kohlsegmente vom Stamm getrennt ( Platzersparnis)
4.   3 Gemüsezwiebeln in kleine Würfel geschnitten
5.   2 St Bratpfannen gleicher Größe bereitgestellt
6.  1 St Kaffeetasse mit Trinkwasser gefüllt
7.   Schnellkochtopf mit Kartoffeln für 5 Personen beladen
8.   1 Kaffeebecher mit Trinkwasser zu den Kartoffeln gegeben
9.   Das Trennsieb auf die Kartoffeln  gestellt und mit Blumenkohl beladen
10. Den Topfdeckel verschlossen, den Verschluss noch geöffnet lassen
11. Den Schnellkochtopf auf die 2KW Gasflamme gestellt und die Gasflamme an
12. Eine Bratpfanne mit Öl versehen und die Zwiebelwürfel dazu gegeben
13. Parallel zur 2KW Flamme die 1KW Flamme für die Pfanne angestellt
14. Die Zwiebeln werden angebraten während der Schnellkochtopf Dampf zeigt
15. Ich beobachte die Dampfmenge, verriegle nun Deckel und stelle 9 min auf der
      Eieruhr ein, das ist die vorgegebene Kochzeit für Kartoffeln u.Blumenkohl
16. Nun gebe ich die Sauce zu Zwiebeln sowie das restliche Lammfleisch
17. Dann die Austernpilze, Sahne,Portwein, Pfeffer, Salz in die Pfanne
18. Alle Zutaten werden gleichmäßig verrührt und die zweite Pfanne wird umgekehrt
      Auf die köchelnde gestülpt  ( weniger Energieverlust bei Bedarf Flamme kleiner 
      regeln).
19. Der rote Stift beim Schnellkochtopf signalisiert zu viel Hitze, 2KW Flamme kleiner   
      stellen bzw. aus
20. 9 min Garzeit sind abgelaufen, 2KW Flamme aus, Topf jetzt mit Seewasser
      abkühlen.
21. Verriegelung von Deckel öffnen,  dann Deckel öffnen
22. Pellkartoffeln Gar, Blumenkohl etwas weich aber noch ok
23. Blumenkohl in einer Schüssel legen Salz Muskatnuss je nach Geschmack
24. Die Pilze sind auch fertig, zweite Pfanne ( Deckel) entfernen) mit Salz und 
      Pfeffer abschmecken
30. Pilze und Kartoffeln werden mit Pfanne und Schnelltopf serviert
31. Schüssel mit Blumenkohl wird ebenfalls serviert.

Mahlzeit fertig
Ressourcen - Bilanz

439,00 g/h = 6 KW/h
  73,17 g/h = 1 KW/h
  73,17 g / 60 min = 1,22 g/min

2 KW Flamme (Schnellkochtopf)
1,22 g/min * 2 = 2,44 g/min
Kochzeit * 2,44 g/min = 15 min * 2,44 g/min = 36,58 Gramm Gas

1 KW Flamme 
Kochzeit * 1,22 g/min = 15 min * 1,22 g/min = 18,29 Gramm Gas
Summe ( Gesamtverbrauch)     54,87 Gramm Gas
Summe Trinkwasserverbrauch 1/4 L
Fazit, die Gasflasche ist 54,87 Gramm leichter und der Trinkwasserbehälter hat 1/4 Liter weniger Trinkwasser.
Gruß ein nicht perfekter Koch


Sonntag, 10. Juni 2018

Renate schreibt über "Sonntag in Mandrogi"

Hüte

Bonbon-Hund 35 cm groß

Flußkreuzfahrtschiffe

Schuhe mit Birkenholz beplankt

Musiker und Instrumentenbauer

Zwei Tage ohne Schiffsbewegung, festgemacht am Steg in Mandrogi. Ein
künstliches Dorfoder Künstlerdorf?  Vier große Flußkreuzfahrtschiffe mit
Namen wie Leo Tolstoi oder Tschaikowski machen hier fest und eine Flut
von Touristen überschwemmt die Souvenirshops. Interessantes, schönes
Kunsthandwerk wird in den uralten Holzhäusern hergestellt. Den
Handwerkern können wir dabei zuschauen. Besonders angetan hat es uns ein
Musiker, der auch alte russische instrumente herstellt und uns ihren
Gebrauch demonstriert. Gegen kalte Füße hat Ann-Christin handgestrickte
Socken aus Ziegenwolle gekauft. Dennoch, die Stimmung an Bord  war
atmosphärisch gestört. Zu viel Müssiggang?  Wir haben die Kurve
gekriegt. Crewgespräch statt uns gegenseitig über Bord zu stoßen oder
abzuheuern. Beigetragen hat auch der wieder volleWassertank. Dadurch ist
der Wasserspar-Zwang gelockert, auf dem WC gibt es wieder Wasser aus dem
Kran.

Heute Morgen scheint die Sonne, man könnte im eiskalten Fluss baden,
Norbert hat ein Date mit der Waschfrau .......
und wir wollen dann weiter nach Nikolski.

Freitag, 8. Juni 2018

In Mandrogi

Hier nochmal ein Versuch, Ordnung in die Bilder zu bekommen:
Schokolade
T-Shirts
Museumsdorf

In Mandrogi - Museumsdorf

Schokolade in Rußland

Putin-T-Shirts

in Mandrogi

8.6.
In der Sauna gab es wie gewohnt 2 Fraktionen, die Bolschewiken
(Mehrheitsfraktion) und die Menschewiken ( Minderheitsfraktion). Die
Mehrheit wollte mit nassen Birkenzweigen ausgepeitscht werden, die
Minderheit mit trockenen. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion über
das richtige Umgehen mit den Ruten. Vielleicht kann jemand einen
Kommentar dazu schreiben.
Jedenfalls kamen wir alle frisch gewaschen und entspannt aus der Sauna,
die ja irgendwie unwirklich in einer alten Holzhütte betrieben wird von
Galina. -zwischen Plattenbauten und einer stillgelegten Fabrik.
Heute ging es weiter mit Genehmigung der Behörden durch eine Hubbrücke
und eine Schleuse zum Museumsdorf  Mandrogi. Hier legen die großen
Fluß-Kreuzfahrtschiffe an und dann wimmelt es von Touristen, abends
waren die weg und wir fast allein. Eine Yacht aus der Schweiz hat uns
seit 1 Tag begleitet und liegt jetzt am gleichen Steg.
Morgen mehr.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Banja in Lodejnoje Pole

Karl Marx lebt

Swir
Karl Marx
Festgemacht am Tonnenleger
Norbert Geburtstagskind
Steg

7.6.
Am 6.6. zu Norberts Geburtstag schickt Rasmus uns guten Wind, so können
wir einen guten Teil des Swirs hinaufsegeln. Und es herrscht reger
Schiffsverkehr. Karl Marx in goldenen Lettern kommt uns entgegen. Wir
fahren bis Lodenjoe Pole und erhalten die Erlaubnis am Tonnenleger
festzumachen.  Abends um 7 ist die Stadt schon hochgeklappt, ein
einziges Lokal ist noch geöffnet. Norbert lädt zum Geburtstagsfestessen
ein. Alles kommt aus einem Räucherofen, der mit Kohle beheizt wird und
so hängt der Geschmack von geräucherter Paprika noch stundenlang im Mund
und läßt sich nur durch reichtlich Portwein wegspülen. Wir haben das
süße Getränk im Supermarkt mit trockenem Rotwein verwechselt..
Morgens um 1/2 8 werden wir geweckt, der Tonnenleger will ablegen. Unser
neuer Liegeplatz hat nur bedingt Landzugang, trotzdem sollen wir 60 Euro
für einen Tag zahlen.
Auch dort bleiben wir nicht lange und finden einen Platz an der Kaimauer
im Nirgendwo, wo wir wieder einen Hering einschlagen.
Heute Mittag sind wir in einer russischen Sauna - Banja - angemeldet.
Morgen geht es weiter durch die Brücke -Öffnungszeit 8.45 Uhr nach
Mandrogi, einem Museumsdorf. Mal sehen. Rußland bleibt spannend.

Dienstag, 5. Juni 2018

Valaam - Swir

Knochensplitter des Heiligen Nikolaus
Unser Auto in Valaam
Kloster von außen und innen

Dienstag d. 4.6. wollen wir Fahrräder mieten, das Angebot, mit einem
E-Mobil über die Insel kutschiert zu werden ist aber verlockender und
dazu haben wir Svetlana, eine forsche Fahrerin, die gern Fußgänger
erschreckt und uns zu den schönsten Plätzen der Insel kutschiert. Bald
können wir keine Kirchen mehr sehen, alles muß sich erst mal setzen. Ein
Highlight ist ein Knochensplitter des heiligen Nikolaus. An blühendem
Flieder , Tulpenbeeten, Erdbeerpflanzen und viel Wald kommen wir bei
weniger sonnigem Wetter leicht frierend vorbei. Esgibt auch einen
hochmodernen Milchbauernhof, wo wir mit frischer Milch versorgt werden
und Original Valaam-Käse und Quark erstehen.
Für die Nacht ist Wind aus Nordwest erst schwach, dann stark angesagt,
darauf Regen und Schwachwind, gute Gelegenheit den 85-Meilen Schlag zum
Swir anzugehen.
Um 17Uhr geht der Anker hoch und schließlich finden wir die
Ansteuerungstonne zum Swir um 9 Uhr morgens bei 8 Windstärken und
leichtem Regen.
Um 10 fällt der Anker auf der ersten Reede - immer mit Erlaubnis der
Behörden über Funk einzuholen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit
Avocadocreme a la Leon de Mar ist erstmal Ausschlafen angesagt.