Freitag, 1. Juni 2018

Nachts durch St. Petersburg

Am 30.Mai um 21.30 legen wir ab und segeln zur Einfahrt des Hafens für die Großschiffahrt. Der Fahrweg ist eng und sparsam betonnt.

Es wird dunkler als gedacht durch eine dichte Wolkendecke und gleichzeitig nimmt der Wind auf 30 Knoten zu und transportiert eione Staubwolke mit sich, die uns wie ein Regensturm vorkommt.

Dazu kommt plötzlich eine magnetische Anomalie, die uns am Kurs zweifeln läßt, die Festbeleuchtung der neuen Hängebrücke ist so hell, daß die schwachen Lichter der Tonnen überstrahlt werden, da sind wir recht froh, ein aufholbares Schwert und Ruder zu haben. Das nächste Mal fahre ich doch lieber beim Tageslicht solche Strecken.

Im Hafen zu beiden Ufern der Newa verfallene Industrieanlagen, ein Atomeisbrecher "Arctica Russatomflot", ein ausrangiertes (?) U-Boot und dann der Kahn, an dem wir festmachen sollen bis die Brücken öffnen.

Hier springen fast gleichzeitig der Lotse Igor und unser russisch sprechender Mitsegler Viktor an Bord.

Die Fahrt durch Petersburg ist dann kalt und zugig, gegen 3 Knoten Strom die Lichter Petersburgs glänzen, ebenso die goldenen Kuppeln und Türme, nur die im Reiseführer erwähnten Fans des nächtlichen Konvois durch die geöffneten Brücken beschränkt sich auf 5 feiernde junge Leute, die uns auch mal knipsen.

Als die Sonne aufgeht, sind wir durch  und kämpfen uns auf der Newa gegen Strom von zeitweise 4 Knoten voran, bis wir nachmittaggs um 4 Schlüsselburg erreichen. Vorher war vor einer Brücke, die erst um 3 öffnet noch eine Mütze Schlaf möglich.

und so sieht es Renate:

1.Juni …..um 11:20 Uhr haben wir den Ladogasee erreicht, 11:40 das Fahrwasser verlassen. Wir segeln mit westlichem Wind Richtung Konvezkiinseln. Natürlich Sonne, wie Immer!


Am Mittwoch haben wir den Tag nochmal in der Eremitage zugebracht. Zum letzten mal sind wir Metro gefahren, letzte Einkäufe im Supermarkt und zum letzten mal Ubertaxi. Vermeintlich letzte Instruktionen von Vladimir. Um 22 Uhr verlassen wir den Jachthafen. Ein weiter Bogen über den finnischen Meerbusen bringt uns zum richtigen Newa-Arm, die große Newa. Der Lotse (Pflicht für die Durchfährt unter den Hebebrücken) soll an Bord und wir erwarten Viktor, der kurz vor Mitternacht auf dem Flughafen landet. Wir wissen noch nicht genau, wann er eintrifft und wo er zusteigen kann. Nach 2 Uhr machen die Brücken auf. Wir machen an einem größeren Binnenschiff zum Warten fest. Vladi ist dort. Bald kommt auch der Lotse an Bord. Viktor kommt gut durch alle Flughafen-Kontrollen und erreicht uns auch rechtzeitig. Wir sind komplett!



Dienstag, 29. Mai 2018

Berauscht von St. Petersburg

Die schönste Springbrunnenanlage der Welt

St. Petersburg ist phantastisch, berauschend, beeindruckend.
Das wunderbarste Ballett - Raymonda von Glazunov - bezaubert im barocken Mariinski-Theater.
Das größte und vielleicht schönste Hochhaus von Europa grüßt schon von 20 km Entfernung, der neue Gazprom-Turm.
Da wird wohl Schröder sein Büro bekommen in 430 m Höhe.
Zu seinen Füßen wird mit viel Tamtam, Chorgesängen, Reden, Predigen die Replik der Poltawa zu Wasser gelassen, das Flaggschiff der Flotte, die einst Schweden besiegt hat.
In der Eremitage wird man von einzigartigen Kunstwerken geradezu erschlagen.
Die Stadt ist modern, sehr sauber, die Straßen in bestem Zustand, die Ampeln zeigen die Sekunden, die noch zu warten sind bzw wie lang es noch grün bleibt,
die U-Bahn ist billig (40 ct), extrem sauber und die Bahnhöfe gleichen Kathedralen, kunstvoll und geschmackvoll ausgestattet, das ganze mit 250 m langen Rolltreppen zu erreichen.
Die Busse fahren häufig und billig (30ct), nur die Haltestellen sind manchmal schwer zu finden.
Mit Uber - Taxis fährt man auch billig und schnell, andere Taxifahrer versuchen Touristen auszunehmen ( 100 Euro statt 10 Euro mit Uber).
Taxameter findet man (bisher?) nur bei Uber.
Beim Essen im Restaurant muß man alle Beilagen und Brot extra bestellen, dann wird man preiswert und gut bedient.
Gestern Nacht ist Ann-Christine wohlbehalten eingetroffen, morgen Nacht soll es dann durch die geöffneten Brücken der Newa gehen, wir als Spektakel für die anderen Touristen.

Es folgt ein Beitrag von Renate:

Wir lernen nach und nach die riesigen Entfernungen zurückzulegen. Erster Fortschritt wir entdecken den Bus 14 und lernen ihn zu benutzen. Immer noch ein kleiner Fußmarsch durch Industriegebiete bis zur Haltestelle am großen Kreisverkehr. Von dort fährt uns der 14 zur Metrostation Sportivskaya, die nur noch eine Station von der Admiralskaya -absolute Touristen-Innenstadt -  entfernt ist. Mit dem Bus finden wir Supermärkte, Bäckereien, Waschsalon und auch den Copy Shop, der uns online gekaufte Tickets auf Papier druckt. Noch muss man die richtigen Haltestellen finden, die Richtung korrekt wählen und bezahlt wird am Ende der Fahrt beim Fahrer (vorne aussteigen!), 40 Rubel egal wie lange die Fahrt war. Auch wenn man die falsche Richtung erwischt, nicht schlimm, sitzen bleiben bis Endstation, weiter fahren, kostenlose Sightseeing Tour. Nun aber der Hit, Privattaxi per App. Du wirst abgeholt, wo du gerade bist, siehst, Weg, Automarke, Nummernschild, Name des Fahrer und wo er herstammt und den Preis…….   Halt Uber. Mit ordentlichem Trinkgeld beruhigen wir unser Gewissen. Auf diese Weise waren wir gestern ganz im Norden, beim höchsten Hochhaus der Welt? Gazprom-Turm, beim Stapellauf eines restaurierten Schiffes. So sehen wir außer der historischen Altstadt viel Alltag, St. Petersburg today, normales Leben halt. Heute nochmal die Romanows, Peterhof die Sommerresidenz. Als neues Transportmittel Tragflügelboot. Wir kommen viel rum, sehen wahnsinnig viel, sind fasziniert von der Stadt.



Stapellauf der Poltawa
Glücklich in St. Petersburg

Dienstag, 22. Mai 2018

Sommer in St- Petersburg

Einklarierungspier in Kronstadt
Skyline St. Petersburg mit Gasprom- Turm

Rasmus hat uns achterlichen Wind geschickt, so daß wir von Tallinn über
Haapasaari ( 5a) bis Kronstadt zwar langsam, aber immerhin fast die
gesamte Sztrecke segeln konnten.
30 Meilen vor St. Petersburg ein Weckruf auf DSC, ich solle auf Kanal 16
in Hörbereitschaft gehen. Eine sympathische Frauenstimme ruft Leon de
Mar, als ich antworte kommt ein Schwall russischer Worte. Ich bitte um
englische Ansprache, daraufhin weist ein russischer Küstenwachenfunker
die Dame von der Zollbehörde in Kronstadt darauf hin, daß wir kein
russisch verstehen und man möge mit uns englisch reden. Dann ist
Funkstille und auf mehrfache Anrufe von Leon De Mar folgt keine Antwort
mehr.
Wir legen also unangemeldet am Zollpier in Kronstadt an.
Die Einklarierung ging schnell, und freundlich, aber mit kurzem Blick in
die meisten Schränke und Drogenhund.
Und alles kostenfrei.
Die Zöllner haben unsere Anrufe wohl gehört, aber sich nicht an die
Funke getraut, da ihr Englisch zu mangelhaft sei..
Von Kronstadt sind es noch 16 Meilen nach St. Petersburg. Über der Stadt
liegt eine gelbliche Dunstwolke, die Skyline ist aber beeindruckend. 
Die Stadt scheint riesengroß, geschätzt 3 mal so groß wie Berlin,
imposante Brücken, das fast fertige Gasprom-Hochhaus, goldene Kuppeln,
Hochhausfassaden mit Hansekoggen bemalt..
Vladimir, unser Betreuer vom St. Petersburg-River-Yachtclub, hat uns
einen Platz in der Central-Marina gesichert, es soll die der Altstadt
nächstgelegene Marina sein.
Die neue Autobahnbrücke ist 25 m hoch, so daß wir problemlos mit unserem
18,40 hohen Mast passieren können.
Der erste Sadtbummel nach durchzechter 1. Nacht in Rußland : 4 km
Fußmarsch zur "nahegelegenen" Metro, eine ca. 200 m lange Rolltreppe zum
U-Bahnsteig, blitzblanker Marmorboden, alles vom Feinsten, saubere
schnelle Züge, die nächste Station in einer Entfernung, wo in
Deutschland 4 Haltestellen dazwischen wären, ein "SPAR" Einkaufszentrum,
darin ein Telefonladen, wo wir für ca. 10 Euro Daten-Sim-Karten mit 30
GB kaufen, die sofort funktionieren. Freundliche Menschen. Alle
Vorurteile über Rückständigkeit, unfreundliche Beamte, lösen sich in
Luft auf.
Bald mehr,
Jürgen

Samstag, 19. Mai 2018

Bgegnungen auf dem Weg nach Tallinn

Auch die ganz großen Tanker weichen Seglern aus.

Von Bornholm nach Tallinn ist uns gelungen, auf ca. 1/5 der Strecke
gegenan zu kreuzen. Den Rest mußte der Dieselwind erledigen, meist gegen
Schwachwind direkt von vorn.

So sind wir am 17. mittags  in Tallinn eingelaufen und liegen mitten in
der Altstadt zum stolzen Preis von 55,- Euro pro Nacht.

Die Athmosphäre der estnischen Hauptstadt konnten wir nicht richtig
genießen, da auf der Leon de Mar plötzlich alle Pumpen ( Frischwasser-
und Bilge-) den Dienst eingestellt haben. Unsere Bordelektriker hatten
mal wieder einen vollen Arbeitstag und nun geht erstmal wieder alles.

Trotz intensiver Suche haben wir keine Stelle zum Ausklarieren gefunden
und stattdessen eine Crewliste selbst gestempelt. Mal sehen, was die
Russen dazu sagen.

Heute Mittag soll es losgehen Richtung Kronstadt, wo wir morgen abend
oder Übermorgen ankommen sollten, dank schwachem bis mäßigem Wind aus
Nordost.

Endlich ausgeschlafen grüßt

Skipper Jürgen

Sonntag, 13. Mai 2018

Wind auf die Nase

Auf dem Weg von Bagenkop nach Bornholm mußte zuletzt der Dieselwind ran. In Bagenkop hat uns Carsten verlassen und wir versuchen nun zu viert Rußland zu erreichen. Der Wind ist schwach, so daß wir mit voller Besegelung mal 5, mal 3 Knoten Fahrt machen können. Und dabei kommt er so gut wie immer auf die Nase, so daß wir uns im Zickzack-Kurs durch erstaunlich viel Großschiffahrt schlängeln. Man hat den Tiefwasserfahrweg dummerweise mehrfach quer durch unsere Kurslinie gelegt.
Norbert und Knut wachen von 20-2 Uhr, Renate und Jürgen von 2-8 Uhr. So kann ich diesen Bericht bei wunderschönem Sonnenaufgang schreiben Flaute von vorn.
Es gibt viele Windrichtungen von Nordwest über Süd bis Südost, die wir uns wünschen, aber bekommen tun wir nur Nord, Nordost bis Ost. Werden wir den finnischen Meerbusen je erreichen?
Jürgen

----------
radio email processed by SailMail
for information see: http://www.sailmail.com

Freitag, 11. Mai 2018

Warten auf Westwind

Ostwind       Westwind


Vatertag in Bagenkop

Sommer, Sonne und noch immer weht die Flagge nach Westen

Auf dem Nachbarschiff Schifferklavier dazu Seemannslieder vom
Männerchor. Kleine Abwechslung  immer mal wieder, wenn Boote ablegen
oder neue sich anschicken, im Hafen festzumachen.

Abends soll der Wind auf West drehen, dann wollen wir nach Bornholm ca.
150 sm. Das bedeutet Ablegen im Regen nach Durchzug eines Gewitters und
Segeln bei Schwachwind. Leider wird der Wind anschließend wieder mal von
vorn sein.

In Bornholm wartet Carstens Flieger auf ihn, um ihn nach Hause zu
bringen. Allzu langsam dürfen wir nicht sein.

Inzwischen sind wir querab von Darß und kommen gaanz langsam Richtung
Petersburg weiter.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Schwarze Bilder

Die Wetterkarten auf den Bildern hat Windows geschwärzt ????

Warten auf Westwind

heute   / morgen abend

Wir hängen in Bagenkop fest, wollen nicht gegen südöstliche Winde ansegeln.
Morgen Abend soll ein kleines Tief durchziehen, an dessen Südflanke wir
uns nach Bornholm hangeln werden- zumindest ist so der Plan. Bis dahin
Hafenkino bei Sommerwetter.

Dienstag, 8. Mai 2018

Endlich Segeln

Jürgen Knut Renate Carsten


Rasmus hat einen kleinen Schluck gekriegt und trotzdem schönes
Segelwetter geschickt. Nach kurzer Rast im Gieselau -Kanal hatten wir
einen Flauten-Sommertag in Rendsburg und heute die große Schleuse
exklusiv für uns. Man muß jetzt an Kassenautomaten am Warteschlengel
bezahlen, was uns entgangen ist,da die Schleuse offen war, als wir
ankamen. Wir haben dann nach der Ausfahrt noch unsren Obulus entrichtet.
In der Förde erwartete uns Ostwind 4 bis 5, der uns mit 7 Knoten nach
Bagenkop geblasen hat, so kommen wir dem Zielganz langsam näher.Morgen
soll es Ostwind geben, der uns nach Fehmarn bringt, und dann Donnerstag
nachmittag den ersehnten Westwind. Wir sollten Rasmus nicht mehr so
kleinlich opfern. An Bord alles gesund und bislang keine weiteren
technischen Katastrophen.

Jürgen

Sonntag, 6. Mai 2018

Abschied von Helgoland

  Unter Beachtung der Strömungsverhältnisse auf dem Weg nach
Brunsbüttel hieß heute um sechs Uhr ist die Nacht zu Ende. An uns hatten
fünf andere Boote festgemacht, d h. wir lagen im Päckchen und daraus
mussten wir uns erst Mal befreien. Unser Nachbar wollte keine Landleine
ausbringen und so trieb um 6 Uhr 15 ein Päckchen mit 4 Segelbooten im
Hafen. Wind war da, aber schwach und leider genau von vorne. Also
Motorfahrt. Kurzes Segeln scheiterte am Wind, weiter motoren war
angesagt. Glück hatten wir an der Schleuse Brunsbüttel, Einfahrt in den
Nord-Ostsee-Kanal, wir müssten nicht warten. Jetzt kurz vor halb neun,
sind wir Nähe Gieselaukanal , mitten im Kanal. Wir machen da fest zum
Übernachten. Nachtfahrt ist für uns hier verboten.
PS trotz falschem Wind ein wunderschöner sonnig warmer Frühsommertag.

Renate

Samstag, 5. Mai 2018

Vögel(n) in Helgoland

Endlich losgefahren Richtung St. Petersburg

Beim Motorcheck des knapp 2 Jahre alten  Motors nach Ölwechsel und
Wechsel des Dieselfilters will er nicht anspringen.

Das Bedienpanel hat keinen Strom.

Zum Glück sind drei Elektrotechniker an Bord und installieren ein neues
MDI (Maschinen-Digitales-Inerface), Elektronik ohne die Motoren heute
wohl nicht mehr laufen.

Dann startet der Motor aber die Lichtmaschine liefert keinen Strom. Vom
Bosch-Dienst in WHV bekommen wir eine Austausch-Lichtmaschine.

Nach verschiedenen Überlegungen könnte die Ursache der Störungen eine
Überspannung gewesen sein, deshalb haben wir schnell noch einen
Überspannungsschutz und eine Notstartschaltung unter Umgehung des MDI
installiert. Und - Oh Wunder, am 4.Mai mittags ist alles bereit zum
Ablegen, nur der Richtige Wind war schon abgezogen.

Bei strahlendem Sonnenschein , 3 Stunden unter voller Besegelung und 4
Stunden Motorfahrt heißt es Leinen fest im fast leeren Hafen von
Helgoland, wo die Schwimmstege noch nicht wieder angebracht sind.

Morgen, 6. Mai geht es weiter Richtung Nordostseekanal.

St. Petersburg rückt näher, nur Segelwind ist für die nächsten Tage
nicht in Sicht.

Ihr könnt uns auf Marinetraffic.com verfolgen.

Grüße aus dem sonnigen Helgoland von

Skipper Jürgen

Sonntag, 15. April 2018

Mehr Power für Leon De Mar

Leon De Mar hat jetzt einen stärkeren Motor .
Volvo MD75 mit 75 PS.

Dienstag, 27. November 2012

Törnplan www.LeonDeMar-Mitsegeln.de 2013

Hallo Zusammen,

Unser neuer Törnplan ist auf www.LeonDeMar-Mitsegeln.de online, leider ist Google Blogspot nicht in der Lage, die Webseite korrrekt wiederzugeben..




* 2013 *
Nordseewoche: Regatta nach Edinburgh

Nordsee Ostsee Götakanal Stockholm Stockholmer Schären Aland-Inseln
Im Rahmen der Nordseewoche wollen wir ab Pfingstmontag an der Hochseeregatta von Helgoland nach Edinburgh teilnehmen.
Traditionell beanspruchen wir ja den 3. Platz in unserer Gruppe, ob das gelingt, hängt natürlich von der Crew ab. Jedenfalls soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Nach der ausgiebigen Feier in Edinburgh geht es zurück über Nordsee und Skagerak
( oder Limfjord) nach Göteborg.
Von Göteborg fahren wir durch den berühmten GÖTA Kanal nach Stockholm.
Dann erkunden wir die Stockholmer Schären und die Aaland Inseln.
Schließlich segeln wir an der schwedischen Küste entlang je nach Wetter mit Besuch von Visby, Kalmar, Karlskrona, Bornholm nach Travemünde.

Zur Törnplanung:
18.5.-24.5. Edinburgh Regatta (eine Woche)
25.5.-07.6. Edinburgh - Göteborg ( 2 Wochen)
08.6.-28.6. Göta-Kanal - Stockholm (3 Wochen)
29.6.-19.7. Stockholm-Aaland Inseln - Stockholm (3 Wochen)
20.7.-6.8. Stockholm - Travemünde (4 Wochen)


Nach der Edinburgh-Regatta und Rückreise über die als oft rauher bekannte Nordsee sollen die Törns im Göta-Kanal und den Stockholmer Schären und den Aaland-Inseln eher entspanntes Segeln bieten, wobei man bei widrigen Winden schon mal vor Anker oder im Hafen bleiben kann.

Wer nicht 3 oder 4 Wochen Zeit hat, kann gern auch einzelne Wochen der mehrwöchigen Törns buchen. Für Interessierte an "Langzeit-Mitsegeln" gibt es Sonderpreise.
* Nordsee 2013 * 
Nordsee 1
Skipper:JürgenBrenner
18.5.-24.5.Revierinformationen
Nordsee 2
Skipper:JürgenBrenner
25.5.-7.6.RevierinformationenEdinburgh-Göteborg


* Ostsee 2013 *
Ostsee 1
Skipper:JürgenBrenner
8.6.-28.6.RevierinformationenGöta-Kanal - Stockholm
Ostsee 2
Skipper:JürgenBrenne
29.6.-19.7.RevierinformationenStockholm-Aaland Inseln-Stockholm
Ostsee 3
Skipper:JürgenBrenner
20.7.-16.8.RevierinformationenStockholm - Travemünde

* Nordsee 2013 *
Nordsee 3
Skipper:JürgenBrenner
31.8.-6.9.RevierinformationenTravemünde - Hooksiel



Dienstag, 21. September 2010

Endlich in Hooksiel und weitere Pläne

Hallo Zusammen,

Pünktlich wie die Feuerwehr bin ich in Hooksiel eingelaufen, aber auch am letzten Tag meiner Reise hat Rasmus den Wind von raum auf gegenan gedreht, so daß die letzten Meter die Maschine mitlaufen mußte..
Hier wurden wir von einem kleinen Empfangskomitee mit Schampus und Schnittchen begrüßt, vom WSV Hooksiel erhielt ich gleich einen neuen Vereinswimpel, nachdem der alte fast die ganze Welt gesehen hatte und mein Handgelenk schmückt jetzt die WSV - Hooksiel - Vereins - Uhr mit dem weiß-blau-weißen Vereinsstander. Leon de Mar liegt vertäut zwischen den schmucken Schiffen unserer Kameraden und macht derzeit einen eher mitgenommenen Eindruck, geschuldet der abblätternden Farbe. Das soll sich in den nächsten Monaten ändern, im nächsten Sommer soll sie wieder renoviert glänzen. Mal sehen..

Für den Ausklang der diesjährigen Saison steht noch der Makrelentörn an, es soll von Hooksiel nach Helgoland gehen, sofern Rasmus mitspielt, dabei wollen wir natürlich Makrelen angeln.
Also werft massenhaft Makrelen ins Wasser und kommt mit.
Termine:
Freitag 15. 10. 1200 bis So. 17.10. 1900
Freitag 22.10. 1200 bis So. 24.10. 1500

Alles unter dem Vorbehalt einigermaßen günstiger Winde.

Alle, die schon mal mitgesegelt sind, sind herzlich eingeladen, Kosten entstehen keine außer der Bordkasse.
Bringt Angeln mit!

Bitte meldet euch rechtzeitig unter juergen.brenner@freenet.de , da wir nur Platz für 6, maximal 7 Personen haben.

Viele Grüße aus Oldenburg

von Jürgen

Donnerstag, 9. September 2010

Ankunft in Hooksiel

Hallo Zusammen,

ETA(estimated time of arrival) HOOKSIEL 10.9. 1430h

Montag, 6. September 2010

50 Meilen vor Helgoland

Hallo Zusammen,
Ist es der Klimawandel. der uns verfolgt?
Von Lowestoft nach Helgoland sind es ca. 250 Meilen Ost-Nord-Ost.
Bei normalem Wind wären das 2 Tage. Aber Rasmus will es anders. Eine leichte Brise aus Nordost läßt uns nicht nördlich an Holland vorbei, so segeln wir erstmal nach Ijmuiden- Amsterdam. Dort bestaunen wir den Multi-Kulti- und Touristen -Auflauf in der Innenstadt, werden von Fahrradrikschas fast überrollt, von leicht bekleideten Mädchen aus rot leuchtenden Schaufenstern angelächelt, von einer kaugummikauenden Kellnerin mit Mojitos fast ohne Rum im Café Cuba bedient, und sehen schließlich dem Treiben von der Straßenterrasse einer Kneipe an einer Gracht zu, unter anderem einem bekifften jungen Mann in Unterhose und Jacke, einem anderen als Banane verkleidet..
Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang verlassen wir den idyllischen rammelvollen Sixhaven, dank Flaute ohne andere Schiffe zu berühren und motoren fast ohne Wind zum Markermeer, wo uns der Nord-Nord-Ost mit 3 Windstärken genau entgegenkommt, so daß der Dieselwind herhalten muß. Nach der Schleuse zum Ijsselmeer können wir dann doch ein wenig hoch am Wind segeln, das letzte Stück bis Kornwerdersand müssen wir wieder motoren, um noch rechtzeitig vor 10 Uhr abends (letzte Brückenöffnung) in Harlingen einlaufen zu können. Im malerischen Noordhaven herrscht auch so ein Gedränge, daß wir mit nur 1m Freiraum unser Schiff wenden müssen und dann im Päckchen an der alten Kaje liegen, vorn und hinten je 30 cm zum Nachbarn..
Um 745 morgens öffnet die Brücke und die Hälfte der Yachten macht sich auf den Weg, wieder ist Millimeterarbeit angesagt, und dann Raumschots den Bauwen Slenk entlang an Vlieland und Terschelling vorbei zur Nordsee.
Der Wind kommt aus Ost, unsere Richtung wäre Ost-Nord-Ost, was wir natürlich nicht anliegen können.
Auf dem weiteren Weg liegen 2 Verkehrstrennungsgebiete im Weg, die wir im 90 Grad Winkel queren müssen und dann laufen wir hoch am Wind, der immer mehr auffrischt, mit 50 Grad Richtung Skagerak statt Helgoland. In der Nacht liegt dann noch eine Windpark-Baustelle im Weg, die wir sicherheitshalber weiträumig umfahren, was wieder etliche Meilen kostet. Inzwischen ist der Wind auf 35 Knoten Südost aufgefrischt und wir laufen stark gerefft an Helgoland vorbei, weitere Zunahme des Windes ist angesagt. So werden wir erst morgen, Dienstag in Helgoland ankommen, wo wir wohl bis Freitag auf Wind warten müssen, der uns nach Hooksiel trägt.
Irgendwie habe ich seit Feuerland fast nur Wind von vorn ... das muß dann doch wohl der Klimawandel sein.
Aber die Stimmung ist immer noch gut, obwohl uns auch das Gas ausgegangen ist, und somit die Küche kalt bleibt..

Viele Grüße von der Leon De Mar von
Jürgen
www.LeonDeMar-Mitsegeln.de

Mittwoch, 1. September 2010

Zurück in Europa

Hallo Zusammen,
Am 12.8. sind wir pünktlich in Cork eingelaufen. Im Royal Cork Yachtclub von 1720, dem ältesten Yachtclub der Welt (?) wurden wir gastlich empfangen. Der Club liegt in Crosshaven, einem Dorf ca. 10km flußabwärts von Cork. Es besteht aus einigen Häusern und 7 Pubs. "Im Johnnys Return" haben wir bei Lager und Guinness Ankunft und Abschied gefeiert und zur Freude der Iren ein portugiesisches Fado vorgetragen "Leila" mit Manolo als Solist und Herwig und mir als Chor..Vielleicht gelingt es mir später, das Lied auf meiner Webseite hörbar zu machen.
Die alte Crew war noch nicht von Bord, da war schon die neue da und wir sind auch gleich losgesegelt zu den Scillies, vom Regen in den Sonnenschein und haben dort die Blumenpracht im Botanischen Garten der "Abbey" bestaunt. Rasmus hat uns dann guten Segelwind geschickt, der uns nach Penzance und Fowey geblasen hat, wo wir aber in Nieselregen und Nebel vom wunderschönen Cornwall nichts zu sehen bekommen haben. Dafür habe ich für einen geringen Einsatz auf einer Schweinegrill-Veranstaltung des örtlichen Unterstützervereins für die RNLI, die Lebensrettungsgesellschaft, statt 35 Pints Bier oder einer Reise nach Frankreich oder 50l Farbe ein T-Shirt in der Damengröße M der örtlichen Brauerei gewonnen, das seither unsere Mitseglerin Uli schmückt.
Nach Stippvisiten auf den Kanalinseln Jersey (mondän) und Alderney (kleines Paradies für naturverbundene Rentner) waren wir pünktlich, dank unserer großartigen Tidennavigateuse Uli in Rekordzeit mit Fahrt über Grund von 10 Knoten in Cherbourg wo die Abschiedstränen am Bahnhof noch nicht getrocknet waren, als die neue Crew enterte.
Die Windvorhersage war günstig, 15 bis 20 Knoten aus West, Rasmus leferte aber 35 bis 45 Knoten, was meine neue noch nicht ganz hochseeerfahrene Crew heftig durchschaukelte. So machten wir erstmal im nächsterreichbaren Hafen Eastbourne fest, Ankunft um Mitternacht. Es ist eine Marina, die eher an ein Seniorenstift erinnert, die umstehende Wohnanlage sieht irgendwie aus wie betreutes Wohnen, das ganze ist vor einigen Jahren aus dem Boden gestampft worden. Am Bank-Holiday flanieren dann die Familien zu Besuch bei den Rentnern um die Marina.
Rasmus hat aber nicht genug zu Trinken bekommen, jedenfalls ist er mit Wind seit Eastbourne richtig geizig, so daß wir für den Schlag nach Lowestoft viel länger gebraucht haben, als erhofft und die Prognosen für die nächsten Tage sehen auch eher nach Dieselwind aus.
Ob wir heute abend (1.9.) noch losfahren, oder morgen früh, steht noch nicht fest..
Nächster Stop dann Terschelling oder so.
Irgendwie ist Europa doch klein im Vergleich zu Südamerika..in wenigen Tagesreisen ist man "durch".

Viele Grüße von der Leon De Mar
von Jürgen

www.LeonDeMar-Mitsegeln.de

Wieder in Europa

Hallo Zusammen,
Am 12.8. sind wir pünktlich in Cork eingelaufen. Im Royal Cork Yachtclub von 1720, dem ältesten Yachtclub der Welt (?) wurden wir gastlich empfangen. Der Club liegt in Crosshaven, einem Dorf ca. 10 km flußabwärts von Cork. Es besteht aus einigen Häusern und 7 Pubs. Im "Johnnys Return" haben wir bei Lager und Guinness Ankunft und Abschied gefeiert und zur Freude der Iren ein portugiesisches Fado vorgetragen, "Leila" mit Manolo als Solist und Herwig und mir als Chor..Vielleicht gelingt es mir später, das Lied auf meiner Webseite hörbar zu machen..
Die alte Crew war noch nicht von Bord, da war schon die neue da und wir sind auch gleich losgesegelt zu den Scillies, vom Regen in den Sonnenschein und haben dort die Blumenpracht im Botanischen Garten der "Abbey" bestaunt. Rasmus hat uns dann guten Segelwind geschickt , der uns nach Penzance und Fowey geblasen hat, wo wir aber in Nieselregen und Nebel vom wunderschönen Cornwall nichts zu sehen bekommen haben. Dafür habe ich für einen geringen Einsatz auf einer Schweinegrill-Veranstaltung des örtlichen Unterstützervereins für die RNLI, die Lebensrettungsgesellschaft, statt 35 Pints Bier oder einer Reise nach Frankreich oder 50 l Farbe ein T-Shirt in der Damengröße M der örtlichen Brauerei gewonnen, das seither unsere Mitseglerin Uli schmückt.
Nach Stippvisiten auf den Kanalinseln Jersey ( mondän ) und Alderney (kleines Paradies für naturverbundene Rentner ) waren wir pünktlich, dank unserer großartigen Tidennavigateuse Uli in Rekordzeit mit Fahrt über Grund von 10 Knoten in Cherbourg wo die Abschiedstränen am Bahnhof noch nicht getrocknet waren, als die neue Crew enterte.
Die Windvorhersage war günstig, 15 bis 20 Knoten aus West, Rasmus leferte aber 35 bis 45 Knoten, was meine neue noch nicht ganz hochseeerfahrene Crew heftig durchschaukelte. So machten wir erstmal im nächsterreichbaren Hafen Eastbourne fest, Ankunft um Mitternacht. Es ist eine Marina, die eher an ein Seniorenstift erinnert, die umstehende Wohnanlage sieht irgendwie aus wie betreutes Wohnen, das ganze ist vor einigen Jahren aus dem Boden gestampft worden. Am Bank-Holiday flanieren dann die Familien zu Besuch bei den Rentnern um die Marina.
Rasmus hat aber nicht genug zu Trinken bekommen, jedenfalls ist er mit Wind seit Eastbourne richtig geizig, so daß wir für den Schlag nach Lowestoft viel länger gebraucht haben, als erhofft und die Prognosen für die nächsten Tage sehen auch eher nach Dieselwind aus.
Ob wir heute abend ( 1.9.) noch losfahren, oder morgen früh, steht noch nicht fest..
Nächster Stop dann Terschelling oder so.
Irgendwie ist Europa doch klein im Vergleich zu Südamerika..in wenigen Tagesreisen ist man "durch".

Viele Grüße von der Leon De Mar

von Jürgen

www.LeonDeMar-Mitsegeln.de